dekLart: Wie viel ist meine Leistung eigentlich wert?

Zusammenfassung

Immer wieder kommen Unternehmer auf uns zu, auch im Business Builder, und fragen uns “Wie viel kann ich eigentlich für mein Angebot nehmen?”

 

Das kann man nicht spontan beantworten, denn es ist ja so: Am Ende bestimmt der Markt, wie viel du verlangen kannst. Wenn die Menschen in deinem Markt maximal 1000€ für dein Angebot zahlen wollen, dann bleib bei 1000€.

 

Wenn sie 10.000€ zahlen würden, dann nimm’ 10.000€.

 

Aber warum erzählen wir dir das?

 

Pascal hat ein spannendes Interview mit dem Essener Künstler dekLart aufgenommen. Sie sprechen unter anderem über das Thema, wie viel du für dein Angebot verlangen kannst.

 

dekLart spricht über seine Entwicklung von 500€ pro Kunstwerk zu bis zu 25.000€ und er erklärt, wie er sich positioniert, um diese Preise abrufen zu können

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Transkript

Pascal: 0:00:00 Hallo und herzlich willkommen zu diesem Video, meine Lieben. Heute ist wieder ganz spannend, weil ihr seht, A ich bin nicht alleine und B sprechen wir jetzt darüber: Wie viel ist meine Leistung eigentlich wert? Also unter anderem sprechen wir darüber, weil viele von euch stellen sich auch manchmal so diese Frage: Wie viel kann ich eigentlich nehmen für meine Leistung und darf ich mich gut dabei fühlen? Und mit wem soll ich da besser darüber reden als mit Dennis, Dennis (Klappschuss?) dekLart? Mister Selbstverwirklichung. Habe ich auch schon mal gesagt. Also go! So Dennis, danke, dass wir noch ein Video machen können. Wir sind ja hier in deinem Atelier und für diejenigen von euch, die jetzt zu Dennis noch nicht so viel gehört haben. DekLart, der Künstler, der zum Beispiel die Jacke von Dieter Bohlen bemalt hat, aber auch vor allen Dingen für Selbstverwirklichung, Mindset und Motivations-Comic-Art. So würde ich das jetzt mal meine/

 

Dennis: 0:01:03 Guter Begriff

 

Pascal: 0:01:04 /Amateurworten beschreiben. Bekannter Künstler und Unternehmer, wie ich finde.

 

Dennis: 0:01:10 Dankeschön. Danke

 

Pascal: 0:01:11 So sehe ich das. Und deine Geschichte ist ja Kurzabriss Maurer, Architekt, Künstler, Unternehmen.

 

Dennis: 0:01:22 Ja. Ich meine, wir haben ja schon mal darüber gesprochen, da hast du ja gesagt, du siehst das Unternehmertum stark in mir.

 

Pascal: 0:01:29 Ja

 

Dennis: 0:01:30 Das ist nicht geplant. Das passiert einfach so, weil ich glaube, irgendwann kommt man zu einem Punkt, egal was man macht, da muss man halt über andere Sachen nachdenken, wenn man weiterwachsen möchte. Also wenn man noch nicht/ Klar, ich bin damit zufrieden und megastolz darauf, was ich erreicht habe. Aber ich bin auch noch nicht am Ende und ich möchte noch viel, viel mehr erreichen. Und dann fängt man natürlich an zu gucken: Was ist natürlich meine Wurzel? Was hat mich bis hierhin stark gemacht? Aber wo sind natürlich auch die Stellschrauben, die ich drehen kann, um noch weiter zu wachsen, um da halt auch nochmal meine Träume weiter zu verwirklichen? Klar, ich bin jetzt an einem Punkt, hätte ich früher/ Klar, ich habe davon immer geträumt, aber ich glaube, in einem drin ist ja so ein bisschen auch: Hm. Schaffe ich das jetzt oder schaffe ich das nicht? Klar, man will das. Aber irgendwo ist da natürlich auch so ein bisschen ein Teufelchen und sagt: Ist jetzt vielleicht doch ein bisschen zu drüber. Aber ich muss sagen, alles das, was ich bis heute mir je erträumt habe, ist alles wahr geworden.

 

Pascal: 0:02:36 Das ist wirklich heftig. Worüber ich mit dir einmal sprechen möchte und vielleicht sind da so ein paar Inspirationen dabei. Ich glaube nicht, dass wir ein Rezept finden, aber so ein paar Inspirationen. Das Thema Wert. Wir haben uns vorhin darüber unterhalten und ich darf das sagen, wir haben das vorhin abgestimmt, ein Bild – was hat das für Maße so ein Bild hier? 1,50m x 2m oder so etwas?

 

Dennis: 0:02:55 Das ist 2m x 2m.

 

Pascal: 0:02:57 Das liegt jetzt preislich schon auch deutlich im fünfstelligen Bereich

 

Dennis: 0:03:00 Ja

 

Pascal: 0:03:01 Und früher hast du ein bisschen kleinere Bilder, sagen wir mal so für 3.000 Euro verkauft, die kosten dann heute schnell mal das Fünffache.

 

Dennis: 0:03:07 Ja

 

Pascal: 0:03:08 Gleiche Arbeit ja eigentlich, oder?

 

Dennis: 0:03:10 Gleiche Arbeit. Ich sage mal, ein bisschen andere Materialien. Also wenn man von den Comics herschaut, also am Anfang habe ich natürlich alles geguckt, was halt auf dem Markt war. Jetzt gehe ich halt sehr explizit dran und suche natürlich auch da sehr wertvolle Comics mir heraus. Aber auch da, auch am Anfang: Welchen Wert gebe ich mir jetzt so?

 

Pascal: 0:03:33 Genau. Darüber will ich sprechen. Also dieser Wert. Wie ist das bei dir entstanden zu sagen: Komm, ich fang jetzt mal mit 3.000 an und dann wird das immer mehr? Wie machst du das?

 

Dennis: 0:03:41 Also 3.000 war schon zu der Zeit, also ich bin ja seit vier Jahre, dreieinhalb Jahren Künstler. Ich habe natürlich auch lange Probleme damit gehabt, mich Künstler zu nennen. Aber ich glaube, Künstler wird man nicht einfach so. Also das ist ein Prozess der Täglichkeiten, die man so macht. Ich bin dann da hingewachsen, wo ich jetzt bin. Habe meine ersten Werke, die waren halt relativ klein, 60 x 60cm und die habe ich 500, 600, 700, 1.000 Euro verkauft. Und das wurde dann halt/ Die Nachfrage wurde immer mehr und alle meine Sachen waren halt von Anfang an schon immer exklusiv und limitiert. Ich habe immer nur Einzelstücke gemacht und habe ich halt viele, viele von diesen kleinen Sachen verkauft und damit halt schnell auch viel Geld verdient. Ich habe damals noch gearbeitet. Im Vergleich dann habe ich auch mal an so einem Wochenende so viel verdient, als wenn ich jetzt einen Monat gearbeitet hätte. Das ist natürlich dann auch mega. Also da freut man sich ohne Ende. Und ja, für mich war von Anfang an klar, da war ich aber auch immer sehr transparent meinen Anfragen gegenüber, meinen Kunden gegenüber und habe gesagt: Ich weiß, was der Kunstmarkt so hergibt und da kann ich auch mithalten locker. Und die Preise sind nicht immer so wie die jetzt sind. Einige sind dann auf den Zug aufgesprungen und haben gesagt: Oh, bevor der jetzt die Preise erhöht, kaufe ich mir jetzt nochmal schnell etwas! Und ich sage mal, je teurer ich da geworden bin, am Anfang hat man natürlich Angst. Dann habe ich gesagt: Oh, warum ist es jetzt teurer als letztes Jahr? Kauft das jetzt noch jemand? Aber ich muss echt sagen: Je teurer man da geworden ist, ich meine, exklusiver ist man natürlich auch geworden, desto mehr habe ich aber auch verkauft.

 

Pascal: 0:05:20 Das ist ein super spannender Punkt. Ich würde aber gerne noch einmal reinpieksen an dem Anfang, weil auch viele von euch vielleicht. Ihr steht da, habt eine Leistung, was immer auch, ein Produkt oder eine Dienstleistung und ihr müsst dem Ganzen jetzt mal einen Wert geben, irgendein Preisschild. Und ich weiß ja noch, wie das bei mir war, als ich früher angefangen habe zu sagen: Ja, hm. Was soll denn das kosten? Und dann keine Ahnung, ich hab gesagt: Für einen Tag, keine Ahnung, 500 Euro. Als ich ganz angefangen habe, weißt du, 500 Euro am Tag. Das fand ich, war für mich wahnsinnig viel Geld. Irgendwann bin ich dann mutig geworden, weiß ich noch genau und dann bin ich hochgegangen auf 1.600 Euro. Und gestern habe ich wieder ein Privatcoaching gebucht, ein Tag 21.500 Euro, netto wohlgemerkt. Und das ist für mich mittlerweile einfach normal. Aber wie ist das bei dir gekommen? Du hast gesagt, dein erstes Bild 60 x 60 500 oder 1.000 Euro. Wie hast du diesen Preis festgelegt? Und hattest du da auch so, ich weiß nicht, nicht Skrupel, aber so ein vorsichtiges Gefühl, so: Ob das jetzt einer zahlt? Ist es das wert? Wie war das?

 

Dennis: 0:06:15 Ja, also nochmal ich habe irgendwo mal angefangen. So bei 600 oder 800 Euro. Und von dem Standpunkt aus bin ich halt ja von Jahr zu Jahr oder auch von Monat zu Monat dann auch teurer geworden, weil die Werke wurden größer, die wurden dann aber auch aufwendiger. Klar, es gibt irgendwo eine Tabelle, wo es einen Richtwert gibt für verschiedene Techniken und verschiedene Künstler, verschiedene Stilrichtungen. Aber das ist meiner Meinung nach auch Quatsch.

 

Pascal: 0:06:48 Wer definiert das?

 

Dennis: 0:06:49 Wer definiert das? Genau. Also das kann man auch sein lassen. Mir war von Anfang an bewusst, also ich will nicht nur so ein bisschen malen und ein bisschen Häppchen damit verdienen. Also wenn ich das mache, dann will ich ganz nach oben.

 

Pascal: 0:06:59 Sehr gutes Mindset.

 

Dennis: 0:07:02 Also genau. Wenn dann richtig, nicht nur so ein bisschen kleckern. Und ja, ich habe halt schnell gemerkt, dass die Nachfrage da ist und dann habe ich halt gemerkt: Wer ist so, wer ist mein Kunde? Und mein Kundenkreis ist ja auch sehr exklusiv. Und ich sage mal so, die Kunden, die ich habe, die wollen einfach nicht, dass der Nachbar oder ich bemale ja auch viele Textilien, viele Taschen, dass die Nachbarin, bei einer Dame, die Tischnachbarin die gleiche Tasche hat. So. Die wollen halt ein sehr exklusives Produkt haben. Und auch da wieder vom Preis her, es soll jetzt nicht überheblich klingen, aber: Was nichts kostet, ist auch nichts. So nach dem Motto. Macht man sich natürlich auch vom Preisgefüge ein bisschen interessant. Klar haben die Leute am Anfang über Instagram, Facebook mich angeschrieben, haben gesagt: Wie teuer ist so ein Kunstwerk? Dann haust du halt die Preise raus, von denen hast du halt nie wieder etwas gehört. Aber ich bin halt sehr straight geblieben. Ich habe die Schraube immer weiterangezogen und bin aber auch immer bei dem Preis geblieben, egal wer mich angerufen hat, wer mich angeschrieben hat. Ich habe natürlich auch viel Kontakt zu Promis. Auch die haben diesen Preis bekommen. Und ich verhandle da auch kaum am Preis. Also klar, wenn jetzt einer mal kommt und sagt: Ich nehme zwei, drei Bilder. Kann man ja ein bisschen was machen. Aber ich bin da sehr offen, ehrlich, transparent. Und das ist der Preis für das Kunstwerk. Und fertig!

 

Pascal: 0:08:22 Hat aber auch viel mit Selbstbewusstsein zu tun, glaube ich, oder?

 

Dennis: 0:08:24 Ja, aber auch da das Selbstbewusstsein, dass/ Ich war schon immer sehr selbstbewusst, aber das Selbstbewusstsein kommt ja mit der Arbeit.

 

Pascal: 0:08:30 Mit den Beweisen auch

 

Dennis: 0:08:31 Mit den Beweisen dann, das ist es. Also da haben wir gerade kurz darüber gesprochen: Wie definiert man Erfolg oder wie definiert man den Erfolg in der Kunst? Also für meiner Meinung nach ganz einfach, den definiere ich darüber: Wie viel verkaufe ich? So. Und zu welchem Preis verkaufe ich die Sachen dann? Wie du gerade schon sagtest, wir liegen jetzt bei 2m x 2m mittlerweile schon bei 25.000 Euro. Du hast gerade gesagt, dass, wenn du gebucht wirst, das ist schon für dich normal. Das ist das, was mir so Angst macht. Das ist für mich auch schon ein bisschen normal geworden, dass man sich/ Früher als einer mich angeschrieben hat, würde ich gerne haben. Kostet 3.000 Euro. Ich bin durch die Wohnung gesprungen, mache ich heute noch ab und zu. Aber das Bewusstsein dazu, das sind 25.000 Euro für ein Kunstwerk oder für eine Coachingstunde oder für einen Coachingtag, das ist mega viel Geld. Ich habe das immer mit meinem alten Job verglichen, wie viel ich verdient habe.

 

Pascal: 0:09:28 Als Maßeinheit sozusagen

 

Dennis: 0:09:29 Ja genau, aber irgendwann ist das auch nicht mehr aktuell. Kann man nicht mehr vergleichen. Das kann ich ja nicht mein Leben lang vergleichen.

 

Pascal: 0:09:34 Nein, hu hast ja eine neue Normalität ist

 

Dennis: 0:09:36 Genau. Denn man hat eine neue Normalität. Man hat einen anderen Standard. Ich könnte auch nie wieder zurück in mein altes Leben. Also auch finanziell würde das ja gar nicht mehr gehen. Man hat einen ganz anderen/ Es gibt für mich kein Zurück mehr. Also ich könnte nicht wieder zurück ins Architekturbüro, weil wir haben uns einen anderen Lebensstandard erarbeitet, aufgebaut und das könnte ich gar nicht mehr stemmen mit meinem Architektur-Job.

 

Pascal: 0:09:59 Klar. Also ich glaube, was man mal festhalten kann, die Erfahrung hast du gemacht und die habe ich auch so gemacht, man muss erstens natürlich mal anfangen mit einem Preis. So. Irgendwo muss man ja mal starten. Aber du hast etwas Schlaues gesagt, nämlich: na ja, aber auch für eine gewisse Zielgruppe.

 

Dennis: 0:10:15 Genau

 

Pascal: 0:10:16 Wir nennen das ja (Buyer Persona?). Also wer ist es, wer das kauft? Und wenn du die kennst und auch weißt: Na ja, ist die eher kaufkräftig? Oder ist das ein Discount? Oder ist das mittel? Oder was auch immer. Über die Positionierung zu sagen: Na ja, aber der Zielkunde wird doch diesen Preis zahlen, aber dann eben auch und das ist das Dritte, was du gesagt hast. Ich finde es sehr schlau und richtig. Konsequent zu bleiben, zu sagen: Nein! Da dann auch lieber auf, keine Ahnung was, in dem Fall jetzt wenn einer sagt: Ja komm, ich zahl dir 5.000 dafür! Zu sagen

 

Dennis: 0:10:44 Nein!

 

Pascal: 0:10:45 Eben. 5.000 Euro ist vielleicht viel Geld, aber nein!

 

Dennis: 0:10:47 Das ist es auch. Also das habe ich so oft gehabt, dass die Leute sagen: Boah, nein 15.000 bezahle ich jetzt nicht, aber 8.000 würde ich bezahlen. Und dann da, ich glaube, das ist genau der Punkt, wo du dich interessant machst oder wo du deine Marke stärkst, genau an dem Punkt nein zu sagen. Weil klar, der freut sich, wenn er das Bild für den Preis kauft, aber dann hat das auch wieder/ Das merkt man ja selber, wenn, weiß ich nicht, letztens haben wir für die Kinder zwei Fahrräder gekauft. Da haben wir auch mit dem Preis verhandelt und der Preis ist sofort schnell heruntergegangen und dann denkt man sich: Ist das überhaupt noch das wert? Warum geht der jetzt auf einmal sofort so viel herunter? Und ich glaube, gerade in dem Punkt, aber das muss man sich natürlich auch zu der Zeit herausnehmen können, das muss man sich leisten können, weil 5.000 ist auch viel Geld. Aber da dann stark zu sein oder stark zu bleiben und „nein“ zu sagen zu solchen Sachen, das stärkt dich bei der Person, die die Absage bekommen hat unglaublich, weil die sagt: 5.000 Euro für so ein Kunstwerk. Der malt ein bisschen. Warum nimmt der das Geld nicht an? Das macht das interessanter dafür. Aber auch es stärkt dich selber, weil du bist an einem Punkt, dass du auch „nein“ sagen kannst.

 

Pascal: 0:11:53 Ja genau, und das sind halt kurzfristige Effekte, aber langfristige Effekte. Kurzfristiger Effekt ist: Okay, die 5.000 kriege ich jetzt nicht, die er mir angeboten hat. Okay. Aber ein langfristiger Effekt ist natürlich viel wertvoller, weil du deine Marke aufbaust. Das Stichwort würde ich gerne mal aufgreifen als zweites Thema sozusagen hier in diesem Video. Das Thema Marke. Weil du hast mit dekLart eine richtige Marke aufgebaut. Erstens würde ich von dir mal gerne wissen: Wie ist da so dein Verständnis von Marke? Und zweitens: Schützt du auch deine Marke?

 

Dennis: 0:12:25 Das war von Anfang an alles gar nicht so geplant. Also ich habe immer schon viele Sachen neben meinem Architektur-Job gemacht. Ich habe Kindergartenmöbel gebaut und da brauchte ich ein Logo, brauchte ich eine Marke. Und dann habe ich das damals mit meinem Uni-Kumpel kreiert. DekLart – Dennis Klappschuss Art. Das hat zu diesen Möbel gepasst, aber natürlich jetzt auch perfekt zur Kunst. Ja, wie gesagt also ich habe mir nie so Gedanken gemacht: Oh, das nimmt mal so eine Fahrt an. Also das ist ja schon mittlerweile so, dass die Leute einfach nur ein T-Shirt oder eine Cappy tragen, wo mein Logo draufsteht. Also das ist natürlich ein mega Traum. Ich habe/ Wie schütze ich meine Marke? Also ich habe natürlich eintragen lassen. Ich gucke natürlich, dass ich ja weiterhin exklusiv unterwegs bin. Aber auch was ich sagen wollte/

 

Pascal: 0:13:17 Wenn du Kooperationsanfragen kriegst.

 

Dennis: 0:13:19 Genau, wenn ich Kooperationsanfragen bekomme. Also da sage ich lieber auch mal „nein“, weil/

 

Pascal: 0:13:24 Genau. Warum eigentlich? Warum sagst du „nein“?

 

Dennis: 0:13:26 Ich bin sehr vorsichtig damit, wo ich platziert werde. Also ich kriege Kooperationsanfrage zum Beispiel aus dem Sanitärbereich. So. Also möchtest du deine Kunst auf einem Wasserhahn zeichnen oder wir bedrucken es? Ich habe ja keinen Arbeiter mit, also ich würde meine Motive abgeben und die würden das halt herstellen. Aber da bin ich sehr vorsichtig und sage halt viel „nein“ zu solchen Sachen. Also meine Frau ist auch immer da mit an Bord, also die ist noch strenger da als ich, weil es ist einfach kein/ Ich bin einfach kein Produkt, was man überall an der Ecke kaufen sollte. Klar, ich bringe jetzt ein paar T-Shirts heraus, die sind natürlich nicht in so einem hochklassigen Bereich unterwegs. Da sehe ich das als/ Zwei Sachen. Also ich würde mich mega freuen, wenn ich über die Straße laufe und mir kommt jemand entgegen mit meinem Shirt, trägt mein Shirt. Aber auch was ich gerade gesagt habe, dass die Leute halt mein Logo durch die Gegend tragen, dass die das so cool finden, was ich mache, dass die einfach mein Logo auf einem Shirt, auf einem T-Shirt haben wollen. Oder ich habe mir jetzt so Tattoos machen lassen, so Aufklebe-Tattoos, die man früher aus den Kaugummis kennt und unendlich Nachfragen dazu, dass die Leute sagen: Ich will so ein Tattoo haben und will das draufmachen. Also dass man es geschafft hat mit dem, was man liebt, mit dem, was man macht, so eine starke Marke aufzubauen. Aber da orientiere ich mich halt auch an Premiummarken wie Luis Vuitton, Gucci, etc. Und da würde ich jetzt nicht gucken nach Adidas, nach Nike. Ich sage mal, wenn Adidas oder Nike mich anschreiben würde, wir würden jetzt einen Sneaker mit dir herausbringen wollen. Wäre eine mega Ehre, aber selbst da würde ich, glaube ich „nein“ sagen, weil das ist nicht diese Marke, die ich oder beziehungsweise diesen Weg, den ich verfolge.

 

Pascal: 0:15:04 Ich glaube, du machst das intuitiv so richtig. Instinkt. Dein Instinkt ist da an der Stelle einfach wahnsinnig gut. Und wenn ich versuchen würde zu entpacken, wie man es machen kann, würde ich sagen wahrscheinlich auch da wieder: Positionierung. Also gleich es immer ab mit deiner Positionierung. Wo bist du eigentlich? Für wen willst du eigentlich da sein? Und für wen vielleicht auch einfach nicht? Und das Zweite ist, das hängt damit aber eng zusammen, die Werte. Welche Werte habe ich eigentlich? Was sind meine eigenen Werte, die auch an der Marke hängen? Warum sagt man deswegen eine Sanitäranfrage einfach ab? Weil man sagt: Hm.

 

Dennis: 0:15:35 Habe ich gar nichts damit zu tun.

 

Pascal: 0:15:36 Ja eben, genau. Ich gucke mal in meine Werte hinein: Passt das oder passt das nicht? Und das, ich bin echt kein Markenexperte. Da bist du, glaube ich, sogar echt um Längen besser. Aber ich glaube tatsächlich, es hat viel mit Positionierung zu tun, viel mit Zielmarkt. Wen will ich und wen will ich nicht? Und die Kunst ist „nein“ zu sagen.

 

Dennis: 0:15:55 Das ist echt. Also es ist natürlich auch schwer, weil wie ich gerade schon gesagt habe, also genau das, diese kleinen Feinheiten einfach. Oder wenn ich einen Popup-Store mache oder auch hier, viele schreiben mich an, auch Künstler: Kannst du meine Sachen auch mitanbieten? Ich sehe, du verkaufst doch ganz gut. Kannst du meine Sachen mitverkaufen? Du kriegst davon fünfzig Prozent. Aber da auch wieder das Thema Geld. Ja, wenn man da dem Geld hinterherhechelt, damit verdient man sein Geld, gar keine Frage. Aber du hast keine Chance mehr meiner Meinung nach zu wachsen. Dann bist du an einem Punkt fest und dann kommst du irgendwann nicht mehr weg. Klar, wenn du einmal so einen Ausrutscher hast, irgendwann macht man mal was, da machst du einen Fehler. So. Aber wichtig ist halt daraus zu lernen und den Fehler nicht zweimal zu machen. Und so etwas habe ich einmal gemacht, in Düsseldorf habe ich mit jemandem zusammen meine Galerie geteilt, würde ich aber auch nicht nochmal machen, weil dekLart bin ich. Ich bin keine Galerie. Das verwechseln die Leute oft. Die sagen: Oh, du hast eine coole Galerie. Du hast einen Popup-Store. Nimm doch meine Sachen mit auf! Aber nein, das bin nicht ich. Und da auch, also ich würde sagen, generell würde ich jetzt nicht die jede Kooperationsanfrage absagen. Wenn es passt, zu mir passt, zu meiner Person passt, dann würde ich es auch schon mal machen. Aber einfach/ Oder ich kriege viele Anfragen von guten Arztpraxen oder von guten Restaurants, die sagen: Wir haben gutes Publikum. Möchtest du deine Kunstwerke nicht bei uns aufhängen? Aber einfach mal so aufhängen, würde ich auch nicht machen. Das muss rund sein das Thema. Also dann denke ich mir: Warum kauft man das Werk nicht? Dann kannst du es auch aufhängen. Also einfach mal so irgendwo etwas aufhängen, an dem Punkt bin ich auch schon, bin ich froh, dass ich nie so da war, dass ich halt darüber nachdenken musste, auch: Nehme ich jetzt einen viel günstigeren Wert für so ein Kunstwerk an? War ich auch froh, dass ich so etwas nie machen musste, weil ich glaube, wenn man damit einmal anfängt,

 

Pascal: 0:17:37 Da verwässert das

 

Dennis: 0:17:38 Da verwässert man. Ist auch schwer, dann aus diesem Teufelskreis, also ich meine, wir reden da über Luxusprobleme. Aber irgendwann wenn du das machst, hat man keine Chance mehr zu wachsen. Und wie ich gerade gesagt habe, ich habe mich letztens mit jemandem darüber unterhalten, auch über die Preise. Ich habe gesagt: Ich will noch weiter nach oben. Und er hat gesagt: 25.000 Euro für ein Kunstwerk. Wie hoch willst du denn noch? Aber ich will noch weiter nach oben und noch bekannter einfach werden.

 

Pascal: 0:18:04 Also ich finde das, deswegen sage ich immer, da steckt so viel Unternehmer in dir drin, weil das ist Unternehmertum. Das ist Markenaufbau. Das ist Positionierung. Das ist „nein“ sagen. Wahnsinnig viel darüber nachdenken: Mache ich das jetzt mit diesem Restaurant, wo vielleicht jeden Abend fünf Millionäre reingehen oder lasse ich es? Und das sind ja auch Gedanken, die ihr vielleicht habt oder die du vielleicht hast, wenn du beginnst oder du hast schon ein Business, dein Unternehmen und überlegst eben auch: Hm. Wie positioniere ich mich? Wo grenze ich mich ab, auch was meine Kunden angeht, aber auch was Geschäftschancen angeht? Leute, die Kunst ist es, „nein“ zu sagen. Erstens. Und zweitens: Du bist immer so viel wert, erstens, wie du dir selber vielleicht auch wert gibst und zweitens aber auch, wie der Markt es zahlt. Und da: Kenne deinen Markt ganz einfach! Und Michael Schumacher hat das mal gesagt auf die Frage: Herr Schumacher, finden Sie es eigentlich gerechtfertigt, dass Sie 25 Millionen Euro im Jahr kriegen dafür, dass Sie im Kreis herumfahren? Da hat er schlauerweise gesagt: Na ja, also wie viel ich wert bin, bestimme nicht ich, sondern die Nachfrage und der Markt.

 

Dennis: 0:19:12 Das ist es einfach. Ja.

 

Pascal: 0:19:13 Und das ist sehr schlau. Deswegen: Sei da aber auch mutig für deine Leistung, wenn du sagst: Okay, ich will in den hochpreisigen Bereich gehen, da hochpreisig zu sein. Und du musst ja nur, weißt du, das Eis muss einmal brechen, wie so ein Domino. Der Domino muss einmal fallen, dann fallen auch die anderen, weil dann hast du den Beweis für dich: Ah, cool, das geht. Und das ist der Schritt dieser Reise, die dann losgeht.

 

Dennis: 0:19:34 Man muss es einfach machen so und dabei auch das Feedback bekommen. Und dann wie wir gerade schon gesagt haben: Wann ist man erfolgreich? Wenn man die Sachen verkauft. So. Und das hat mir natürlich Selbstbewusstsein gegeben und immer weiterzumachen. Und dann ist man auch frei. Man denkt viel freier, wenn du/ Also dieses Thema Geld, da kümmert sich meine Frau komplett darum. Ich will nicht wissen, was hereinkommt, was herausgeht. Also da will ich einfach gar keinen Bezug dazu haben, weil ich kann mit Geld überhaupt nicht umgehen. Und das macht mich dann auch so frei, dass ich halt anders denken kann, dass ich mich komplett auf meine Arbeit konzentrieren kann. Und das macht mir mega viel Spaß. Aber auch da die Kunden haben mich eben auch mehr oder wenig dahingebracht, also dass man sich darüber unterhält. Weil viele haben, die bei mir einkaufen, ob es ein Zufall ist, ob man sich den Künstler vielleicht dann aussucht, der zu einem passt, haben ähnliche Probleme beziehungsweise sind ähnliche Schritte durchgegangen. Viele fragen mich: Hast du Marketing studiert? Hast du dies, hast du das studiert? Habe ich nicht. Das ist alles ja, alles, was ich selber gelernt habe oder was mir passiert ist auf meiner Reise bis hierhin und die Reise ist ja noch gar nicht so lange. Die geht ja gerade mal dreieinhalb Jahre, vier Jahre. Das versuche ich halt immer wieder mal anzuwenden.

 

Pascal: 0:20:53 Ja, machst du auf jeden Fall irre gut. Und deswegen checkt mal ab: dekLart bei Instagram. Wir schreiben das hier auch nochmal rein. Und schaut euch mal dort alles an, was Dennis so auf Instagram postet, weil da seht ihr auch die Bilder. Da seht ihr die Kunstwerke. Und ich glaube, man kann dich da auch einfach anschreiben.

 

Dennis: 0:21:10 Genau

 

Pascal: 0:21:11 Wer Interesse hat, holt euch das! Ich habe auch tatsächlich ein Bild davon zu Hause und wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein, weil das inspiriert total. Und ich finde es einfach toll.

 

Dennis: 0:21:22 Ja, auch das. Das höre ich so oft, also dass die Leute halt sagen: Weiß ich nicht. Heute einen schlechten Tag gehabt. Jetzt komme ich die Treppe runter und gucke auf das Bild. Ich weiß noch, wie ich das bei dir abgeholt habe. Aber auch: Es bringt mich zurück in meine Kindheit. Jeder hat ja einen anderen Bezug dann zu dem Comic-Charakter, der ja dort zu sehen ist. Und da auch wieder, also ich kriege so viele Anfragen mittlerweile, dass die Leute sagen: Ach, ich stehe auf Tim & Struppi, ich stehe auf Asterix & Obelix. Würdest du mir nicht das machen? Die würden auch diesen Preis bezahlen. Aber auch da sage ich: Nein, ich mache nur das, was ich mag, also wozu ich auch einen Bezug habe. Klar, das sind immer so Punkte, die muss man sich leisten können. Ich bin froh, dass ich nicht früher dahingekommen bin, weil klar, es gab ja auch mal Zeiten ziemlich am Anfang, da habe ich nicht so stark oder nicht so viel verkauft wie aktuell. Kann ich mir schon vorstellen, dass ich dann mal in einer schlechten Zeit vielleicht auch mal „ja“ gesagt hätte, dass ich gesagt hätte: Oh, 5.000 Euro. Ich verdiene gerade nichts. Irgendwo muss Geld her. Irgendwie muss man seine Rechnungen bezahlen. Aber es war nicht so damals. Gut, dass ich nicht in die Position gekommen bin. Solche Sachen passieren mir oft, dass solche Sachen unterbewusst oder beziehungsweise irgendwie passieren oder nicht passieren, wo ich dann im Nachhinein stolz darüber bin oder beziehungsweise gedacht habe: Oh, zum Glück habe ich jetzt doch nicht in dem Restaurant ein Bild aufgehangen.

 

Pascal: 0:22:42 Ja, mega spannend auf jeden Fall. Von daher das wollte ich euch einfach mal, die Gelegenheit geben, einmal dahinter zu gucken, wie sie aus dem Nichts so etwas entstehen kann und eigentlich jedes Unternehmen entsteht aus dem Nichts. Und es wird Wert geschaffen und das ist einfach etwas Wunderschönes. In dem Sinne seid da auch selbstbewusst und geht euren Weg! Bleibt euch treu! Kennt eure Werte! Kennt eure Kunden! Und dann kann das nur erfolgreich werden, wenn du es mit Leidenschaft machst. Und darum ging es heute. Von daher Dennis, vielen Dank für das Video.

 

Dennis: 0:23:19 Danke

 

Pascal: 0:23:20 Checkt wie gesagt dekLart ab auf Instagram, schreibt ihn an und kauft seine Bilder. Die sind wirklich schön. In dem Sinne gebt dem Video mal einen Daumen nach oben, wenn es euch gefallen hat. Hinterlass uns auch gerne eine Frage dazu oder so einen Gedanken, den ihr habt. Und abonniert diesen Kanal von „Mehr Geschäft“. Und wir sehen uns wieder im nächsten Video, bis dahin macht´s gut. Ciao!

 

Dennis: 0:23:39 Ciao

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